Politik für ländliche Räume

Auch jede Erntekrone kann ein Stück Regionalentwicklung sein. BDL / Gräschke

Selbst ist der Mensch

#landgemacht in Adorf. BDL / Schaller

Das Leben auf dem Land hat seine Reize, aber auch seine Probleme. Die langen Wege, die stellenweise gering bzw. vergleichsweise schlecht entwickelte Infrastruktur, fehlende Arbeits- und Ausbildungsplätze in den Dörfern… Das geht uns verdammt viel an, denn wir wollen auf dem Land leben. Darum setzen wir im BDL uns für Lebens- und Bleibeperspektiven in den ländlichen Räumen ein. Die Stichworte für uns: Politik für die ländlichen Räume und Regionalentwicklung.

Egal wie sperrig das Wort Regionalentwicklung klingt. Es meint: Wie entwickelt sich die Region? Was passiert, was verändert sich und wie können wir die Bedingungen vor Ort mitgestalten? Denn das können wir: in- und außerhalb unseres Verbandes für die Probleme der ländlichen Lebensräume sensibilisieren. Dabei ist jede/r Einzelne gefordert. Denn ihr macht den Unterschied. Darum setzen wir uns dafür ein, gleichgesinnte junge Menschen auf dem Land zu motivieren, sich an regionalen Entwicklungsprozessen zu beteiligen. Denn nur so können wir aktiv Zukunft gestalten

Genau genommen lässt sich fast alles, was der BDL tut, unter diesem Begriff zusammenfassen. Denn Ziel unseres Verbandes ist, dass junge Menschen weiter auf dem Land leben können. An sich ist damit jedes Fußballturnier, jedes Fest, das die Landjugend organisiert, jeder neue Jugendklub, jede gebundene Erntekrone und jede #landgemacht-Aktion ein Stück Regionalentwicklung. Schließlich tragen wir damit zur Attraktivität der ländlichen Räume bei. Landjugendaktionen zeigen nicht nur nachhaltiges Engagement für die Heimat, sondern verbessern die Lebensqualität vor Ort.

BDL zum Verbot unlauterer Handelspraktiken

Das Strukturproblem bleibt

Artikel19.11.2020

Unlautere Praktiken gehören verboten – egal wo. Das steht für den BDL seit Jahren fest. Immer wieder hatten die JunglandwirtInnen deutlich gemacht, dass sie für einen fairen Handel im Rahmen einer sozialen Marktwirtschaft stehen. „Mit dem gestern verabschiedeten Gesetzentwurf kommen wir dem ein Stück näher“, sagt die BDL-Bundesvorsitzende Kathrin Muus. Allerdings könne er nur der Anfang der Debatte um die oligopole Marktmacht des Handels sein.

Mehr
Neues BDL-Grundsatzpapier

Agrarische Bildung entscheidend

Artikel12.11.2020

„Junge Menschen in den Grünen Berufen brauchen Perspektiven für die Zukunft! Sie fordern moderne Bildung - mit bundeseinheitlichen, aktuellen und praxisnahen Inhalten sowie entsprechender Entlohnung“, so Mara Walz. Mit diesen Worten fasst die stellv. BDL-Bundesvorsitzende das Grundsatzpapier zu Ausbildung, Fortbildung und Studium im Agrarbereich zusammen, dass ihr Verband am Wochenende beschlossen hat.

Mehr
BDL-Bundesmitgliederversammlung

Jan Hägerling neuer Bundesvorsitzender

Artikel09.11.2020

Drei neue Gesichter gibt es im BDL-Bundesvorstand. Eins davon gehört zum neuen Vorsitzenden Jan Hägerling. Der 24-jährige Niedersachse löst Sebastian Schaller ab, der nach mehr als sieben Jahren im Vorstand nicht mehr angetreten war. Er setzte sich gegen Lukas Stede aus Hessen durch, der ebenfalls für den Vorsitz kandidierte. Die Delegierten wählten am Wochenende auch Anne-Kathrin Meister (Bayern) und Sebastian Dückers...

Mehr

Forderungen des BDL

Die Entwicklung der ländlichen Räume hat nichts mit freier Marktwirtschaft zu tun. Davon ist der BDL überzeugt und hat entsprechende Forderungen aufgestellt. Zu denen gehört auch die Umwandlung des Soli in einen Soli für strukturschwache Räume. Der BDL will ländliche Räume aus dem toten Winkel in den Fokus der Politik bringen, will Ortskerne beleben, will die Digitalisierung ländlicher Räume. Zu den Forderungen des Jugendverbandes gehört es auch, ÄrztInnen bei der Ansiedlung unterstützen und bei gesetzlichen Rahmenbedingungen für Krankenkassen und Ärztekammern die ländliche Räume einbeziehen. Mehr zu den knackigen Forderungen haben wir 2017 zusammengetragen.

 

Wenn Landjugend(t)räume aktuell bleiben

Zugegegen, das Buch "Landjugend(t)räume. Herausforderungen und Perspektiven für die Jugendarbeit im ländlichen Raum“ ist in die Jahre gekommen. Bereits 2008 wurde das Gemeinschaftswerk der drei deutschen Landjugendverbände veröffentlicht, in dem sie mit Unterstützung von ExpertInnen aus Wissenschaft und Praxis eine Brücke zwischen dem schlagen, was hier und heute zu tun ist, damit junge Menschen morgen und in ferner Zukunft auf dem Land ihre Heimat finden. – Eine Heimat wohlgemerkt, nicht nur eine Schlafstätte. Und ja, das Buch ist noch immer aktuell.

Publikation als PDF herunterladen