Positionen

Abstimmung Positionen
Unsere Diskussionen sind wie überall im Lande – bunt und kontrovers. Nicht immer führen sie zu einheitlichen Ergebnissen, denn auch die Ansichten der jungen Leute vom Land gehen auseinander. Meist sind Positionen von einem der BDL-Arbeitskreise vorbereitet, bevor sie in der Bundesmitgliederversammlung diskutiert und, wenn die Mehrheit es will, als BDL-POSITION verabschiedet werden. BDL / Gräschke
Die BDL-Positionen

Wir machen uns stark:

Der BDL ruft den Berufsstand dazu auf, keine falsche Solidarität mit rechtswidrigen und nicht fachgerechten Handlungen zu zeigen. Wer Missstände durch Schweigen mitträgt, macht sich passiv mitschuldig. Natürlich braucht es Mut, das Fehlverhalten von KollegInnen anzusprechen, doch Missstände müssen benannt werden, um die hohe Qualität der Landwirtschaft zu gewährleisten und dem eigenen Anspruch gerecht zu werden. Aus diesem Grund sollte es Möglichkeiten für LandwirtInnen geben, anonym Rat einzuholen und Fehlverhalten zu melden. Dabei muss der Umgang mit diesen Anfragen und Meldungen sehr sensibel gehandhabt werden, um Vorverurteilungen zu vermeiden. Zudem ist eine passende Ansprache der Verantwortlichen notwendig. Dazu sollte es LandwirtInnen möglich sein, kostenfreie Kommunikationstrainings zu absolvieren, um sich für Diskussionen – sowohl mit VerbraucherInnen, aber auch im eigenen Berufsstand – zu stärken.

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Aufgrund der engen Besiedlung in Teilen Europas führt die Ausbreitung der Wölfe zwangsläufig zu einem Zusammentreffen von Wolf und Mensch bzw. Nutztier. Diese Entwicklung stellt die LandwirtInnen in Europa vor enorme Herausforderungen. Aus Angst vor Wolfsangriffen lassen die LandwirtInnen ihre Tiere immer seltener auf Almen, Weiden oder Deichen übersommern. Dies ist der Gefahr für die Tiere geschuldet, die - im Falle der Fälle - für die LandwirtInnen einen wirtschaftlichen Schaden bedeutet und sie auch psychisch enorm belastet. Daher hat der BDL Forderungen für ein zukunftsfähiges Wolfsbestandsmanagement in Europa aufgestellt. 

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Der BDL bekennt sich klar zur Europäischen Union: Das europäische Friedensprojekt ist das erfolgreichste weltweit. Die Länder der Europäischen Union müssen Werte prägen, diese umsetzen und vermitteln. Für den BDL bedeutet Europa und die EU kulturelle Vielfalt im ländlichen Raum. Mit Europa #landgemacht fragen wir uns, wie wir unsere Zukunft in der Europäischen Union gemeinsam gestalten können und welche Forderungen erfüllt werden müssen, um die Jugend im ländlichen Raum in der EU zu fördern.

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Der Bund der Deutschen Landjugend (BDL) e.V. setzt sich bei der notwendigen Umgestaltung des deutschen Rentensystems für Generationendialog und Generationengerechtigkeit ein. Nur sofortige Reformen ermöglichen Jungen und Alten von heute und morgen ein auskömmliches Leben im Jetzt und im Alter. Daher fordert der BDL die Abgeordneten des Bundestags auf, im Dialog mit jungen Menschen Altersvorsorge generationenübergreifend neu zu denken. Wir fordern eine ernst gemeinte Jugendbeteiligung. Es gilt, zügig langfristig wirkende Entscheidungen zu treffen, um unser Rentensystem zu reformieren und auf eine zukunftsfeste Basis zu stellen.

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Die Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) der EU will die langfristige Versorgung mit qualitativ hochwertigen Lebensmitteln sichern, die Landwirtschaft nachhaltig gestalten und die Vielfalt der ländlichen Räume erhalten. Entsprechend unterstützt sie die (jungen) LandwirtInnen bei der Bewältigung der neuen Anforderungen. Für die Förderperiode nach 2020 werden die Weichen der GAP neu gestellt. Wir als JunglandwirtInnen wollen die hohen deutschen Qualitätsstandards halten und weiter ausbauen. Dafür ist es notwendig, dass die finanzielle Unterstützung der EU den Mehrwert der höheren Produktionsstandards und Umweltauflagen im Vergleich zu anderen Produktionsländern ausgleicht. Damit unterstützt sie eine flächendeckende Landwirtschaft und den Erhalt der inländischen Erzeugung genauso wie die Regionalität der Lebensmittel.

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Gesellschaftlich und beruflich Verantwortung übernehmen, Demokratieverständnis entwickeln und eigene Interessen vertreten, Selbstständigkeit und soziale Kompetenzen ausbilden – diese Schlüsselfaktoren sind handlungsleitend für die Bildungsarbeit im Bund der Deutschen Landjugend (BDL) e.V. und seinen Landesverbänden. Der BDL legt mit diesem Grundsatzpapier einen Fokus auf den Wert und die gesellschaftliche Relevanz außerschulischer und informeller Bildung in der Jugendverbandsarbeit in ländlichen Regionen.

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Gemeinsamer Appell an die zukünftige Bundesregierung: Digitalisierung der ländlichen Räume vorantreiben!
Die Digitalisierung unserer Gesellschaft muss die ländlichen Lebens-, Arbeits- und Wirtschaftsräume voll mit einschließen. Grundvoraussetzung dafür ist die flächendeckende Versorgung mit hochleistungsfähigen digitalen Infrastrukturen. Die Gewährleistung gleichwertiger Wirtschafts- und Lebensverhältnisse in Stadt und Land erfordert mehr denn je eine flächendeckend auf Glasfaser und 5G setzende Infrastrukturpolitik und eine bundesweit gesetzliche Verankerung des Grundsatzes der Netzneutralität. Nur so lassen sich eine gesellschafts- und wirtschaftspolitische Teilhabe der Menschen in ländlichen Räumen sicherstellen und die großen digitalen Potentiale der ländlichen Räume voll nutzen.

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Für die Zukunft der Schweinehaltung in Deutschland sind klare Vorgaben und stabile Rahmenbedingungen unerlässlich. JunglandwirtInnen brauchen ein Mindestmaß an Kontinuität, um sich in der Schweinehaltung ihre Zukunft aufbauen, sie gestalten und investieren zu können. Sie setzen sich für eine zukunftsorientierte und wissenschaftlich begleitete Schweinehaltung in Deutschland ein.

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Zur Bundestagswahl hat der BDL einen Forderungskatalog mit 34 Punkten verabschiedet, die das Land voranbringen: Dazu gehört die wichtige jugendpolitische Grundsatzforderung nach Sicherung und Dynamisierung der finanziellen Rahmenbedingungen und öffentlichen Förderung der Jugendverbandsarbeit in Deutschland. Doch der BDL sieht auch weiterhin Verbesserungsbedarf beim „Breitband fürs Land“ und „Flächenfraß stoppen“. Zugleich will der Jugendverband „Marktmacht für alle“ und „Ländliche Räume aus dem toten Winkel in den Fokus von Politik bringen“. Er verlangt „Beteiligung von Jugendverbänden und Jugendlichen an der Gestaltung des demographischen Wandels“ und will „Sitz und Stimme für junge Menschen in Rundfunk- und Fernsehbeiräten“.

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Eines der riskanten Themen beim Aufwachsen junger Menschen ist es u.a., für sich einen Weg beim Umgang mit Alkohol zu finden. Für den BDL und seine Untergliederungen ist wichtig, Jugendlichen und jungen Erwachsenen im geschützten und rechtlich gesicherten Rahmen den Umgang mit Alkohol einerseits und seinen Gefahren anderseits bewusst zu machen und zu vermitteln und hat dafür ein Positionspapier zum Umgang mit Alkohol bei Veranstaltung beschlossen.

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Synthetischer Pflanzenschutz ist eine sinnvolle Errungenschaft und Entwicklung der letzten Jahrhunderte. Der Schutz der Pflanzen ermöglicht die heutige Produktionsmenge und -qualität und dient der Nahrungssicherung. Pflanzenschutz ist dabei als Medizin für kranke Pflanzen und als Schutz vor Krankheit zu begreifen und dem Verbraucher auch so zu vermitteln. Dabei dürfen nicht nur die Leitkulturen des Ackerbaus betrachtet werden, sondern auch die Sonderkulturen und der Weinbau sowie Kulturen mit wenig Anbaufläche in Deutschland (derzeit z.B. Hafer und Dinkel). Alle pflanzlichen Produkte unterliegen hohen Produktionsstandards und sind durch Erfolge in Zucht und Pflanzenschutz viel sicherer für den Verbraucherkonsum als vor 100 Jahren. In diesem Positionspapier formuliert der BDL seine Visionen und Forderungen für die Zukunft des Pflanzenschutzes.

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Handelsabkommen mit anderen Ländern sind wichtig für die deutsche Wirtschaft – Deutschland ist Exportweltmeister. Wenn ein gemeinsamer Markt geschaffen wird, sind verbindliche Absprachen zu allen Fragen der neuen Marktordnung sowie Regulierungsfragen erforderlich. Zusammenfassend begrüßt der BDL Handelsabkommen im Bereich der Agrarwirtschaft und sieht darin gute Möglichkeiten für JunglandwirtInnen und JungwinzerInnen ihre Geschäftsbemühungen auszuweiten.

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Keine Branche der deutschen Wirtschaft produziert heute noch auf die gleiche Art und Weise wie zum Beispiel in den 50er Jahren des vergangenen Jahrhunderts – das gilt für Bäcker oder Möbelbauer genauso wie für die Landwirtschaft. Der technische Fortschritt hat in allen Branchen dafür gesorgt, dass zum Beispiel das Maß an körperlicher Belastung gesunken ist. Be-sonders beeindruckend ist die Effizienzsteigerung in der Landwirtschaft, die durch den Einsatz von Technik und Know-how erreicht werden konnte. Versorgte ein Landwirt im Jahr 1950 nur etwa 10 Personen, so kann er heute schon 133 Menschen mit qualitativ hochwertigen Nahrungsmittel versorgen. Durch diese Steigerungen sind auch die Strukturen in der Landwirtschaft und in den ländlichen Räumen starker Veränderung ausgesetzt.

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Der Bund der Deutschen Landjugend (BDL), als größtes Sprachrohr für junge Menschen in ländlichen Regionen, fordert die stärkere Beteiligung junger Menschen in allen Lebensbereichen und fördert die aktive Einmischung Jugendlicher. Ausgearbeitet wird dies im vorliegenden Grundsatzpapier. Das Papier gliedert sich in zwei Bereiche. Zunächst werden die Forderungen des BDL zur Beteiligung junger Menschen im politischen Geschehen, gesellschaftlichen Kontext und in Erwachsenenverbänden zusammengefasst. Der zweite Teil umfasst die Herleitung und Begründung der Forderungen, in der das Grundsatzpapier aus Sicht des BDL die Begriffe ‚Beteiligung‘ und ‚Einmischung‘ einordnet. Zudem definiert es die Ziele, Zielgruppen und Zielbereiche bezüglich der Partizipation junger Menschen in ländlichen Räumen.

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Die Debatte um das Tierwohl ist nur zu einem geringen Anteil ein Thema, bei dem es um die fachliche Praxis wie zum Beispiel Tiermanagement oder Optimierung von Haltungsbedingungen geht. Einen überwiegenden Anteil stellen die gesellschaftlichen Diskussionen über Verbraucherbewusstsein und Aufklärung, fachliche Werte und Normen sowie politische Entscheidungsfindungen dar.
Dieses Grundsatzpapier stellt in einem ersten Schritt die Forderungen für die agrarfachliche, gesellschaftliche und politische Debatte zum Thema Tierwohl, die sich aus einem innerverbandlichen BDL-Prozess ergeben haben, voran. Anschließend werden die Forderungen erklärt und im Detail erläutert.

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Positions- und Grundsatzpapiere von 2013-1996