Grüne Woche

Erst im Januar 2020 wehen diese Fahnen wieder vorm CityCube. Dort gibt es dann ein Wiedersehen mit viel Politik, einer Premiere und vor allem mit euch - der Landjugend. BDL / Gräschke

Landjugend auf der Grünen Woche ist Kult. Wir freuen uns schon, wenn es 2020 zum 63. Mal wieder vom 17. bis 26. Januar heißt, das Land in die Stadt zu holen! Die ersten Messetage stehen dann ganz im Zeichen der Landjugend. Denn der BDL wird dort wieder mit seinen Veranstaltungen, wie dem Jugendforum, der Jugendveranstaltung, dem JunglandwirtInnen-Kongress und natürlich der Landjugendfete und dem Landjugendball präsent sein. Und auch auf dem ErlebnisBauernhof in Halle 3.2 sind wir wieder in Berlin dabei: Ein Trommelwirbel für die Bayerische Jungbauernschaft, die ihn gestaltet und betreut. Genießt mit uns auf dieser Seite die Vorfreude auf das erste Highlights des Jahres 2020.  

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Treffpunkt ErlebnisBauernhof

Was erwartet EUCH 2019 am Landjugendstand?
Ohne Maibaum, dafür mit Leuchttum sorgte die Landjugend aus Schleswig-Holstein im Januar 2019 für Aufmerksamkeit in Halle 3.2. BDL / Gräschke

Ein Maibaum im Januar in Berlin? Mit der Bayerischen Jungbauernschaft (BJB) geht das. Sie macht den Stand des Bundes der Deutschen Landjugend (BDL) zum Treffpunkt in Halle 3.2 - für alle, die sich für die Zukunft der Dörfer interessieren. Der Maibaum ist da das perfekte Erkennungszeichen. Darum gehen die jungen Leute das Risiko ein, dass sich bayerische Eigenheiten, wie das Fällen oder Stehlen, herumgesprochen haben. Aber die ehrenamtlich Aktiven der BJB sind ja vor Ort, verbringen ihre Freizeit, ihren Urlaub am Landjugendstand. Denn sie wissen genau: Landjugend kann man nicht beschreiben, Landjugend muss man erleben

Dafür wollen die Bajuwaren quasi ihre Heimat in die Hauptstadt holen: ein Stück Dorfidylle mit Bushaltestelle voller Einsatz fürs Leben auf dem Land. Sie hoffen, dass ihre BesucherInnen die ländlichen Räume mitgestalten, dass sie helfen, die Dörfer lebendig zu halten. Sogar ganz praktisch direkt am Messestand. Wie? Das wird noch nicht verraten. Leise bleibt es dabei. Ganz anders als bei dem Jahrmarktklassiker, auf den ihr euch auch schon freuen könnt. Bleibt gespannt! Und kommt vorbei!

Wo??? Auf dem ErlebnisBauernhof gegenüber von der Schaubäckerei nahe dem Übergang zur Tierhalle (Halle 25).

Die BDL-Veranstaltungen auf der Grünen Woche 2020

BDL-Rückblick auf die Grüne Woche 2019

BDL / Gräschke

Jugendforum mit Bundestagspräsident a.D.

Drei politische Systeme, zwei Parlamente und ein spannendes Leben: Bundestagspräsident a.D. Wolfgang Thierse stand dem Bund der Deutschen Landjugend (BDL) e.V. am Samstag gern Rede und Antwort. Barbara Bißbort entdeckte im Gespräch viele Gemeinsamkeiten: „Verantwortung zu übernehmen und eine klare Meinung zu äußern - für uns und für andere - das ist auch der Job von uns Ehrenamtlichen“, zieht die stellvertretende Bundesvorsitzende die Parallelen. Mehr dazu in unserer Pressemitteilung. Die Bilder gibt es hier.

BDL / Gräschke

Landjugendstand x 2

Einen Leuchtturm hat die Landjugend Schleswig-Holstein auf den ErlebnisBauernhof gestellt. Er war das zentrale Markenzeichen des BDL-Standes in Halle 3.2.  „Für uns steht fest: Landjugend kann man nicht beschreiben, Landjugend muss man (er)leben“, sagen Johanna Ladiges und Sören Kühl. Die beiden stellv. Vorsitzenden des Landjugendverbandes Schleswig-Holstein hatten maßgeblich mitgestaltet und gehörten zu den Aktiven, die dort eine Lanze für die ländlichen Räume brechen. Bei ihnen war das ganze Messepublikum - ob jung oder alt - gefragt. Für die einen gab es eine Schatzkiste, für die nächsten eine Flaschenpost, für die dritten eine Landkarte. Mit farbigen Aufklebern konnten die Besucher markieren, wo aus ihrer Sicht junge Menschen das Land bewegen. 

Doch Landjugend (er)leben ging auf der Grünen Woche 2019 gleich doppelt - auch in der Sonderschauhalle des Bundeslandwirtschaftsministerium - war der BDL vertreten. Die Niedersächsische Landjugend hatte dort den Hut auf und fragte: Ei, Kartoffel bzw. Milch? Landjugend? Ihre Antwort stand schon fest: „…passt immer!“ Warum? Das ließ sich mitten in der Halle gut erfahren. Von den ehrenamtlich Aktiven, die quasi als Experten in eigener Sache vor Ort waren. Sie hatten Ei, Kartoffel und Kuh mitgebracht. Mit Spannungs- und Spaßgarantie informierten sie über moderne Landwirtschaft und ihre „Mitbringsel“. 

BDL / Gräschke

Europa #landgemacht und Weltpremiere

„Wir stehen für Frieden, für Freundschaft, für Europa. Wer noch?“ Weiter kommt Sebastian Schaller, der Vorsitzende des Bundes der Deutschen Landjugend e.V., nicht. Denn der ganze Saal vibriert. Rund 2.500 junge Menschen hält nichts mehr auf ihren Plätzen: Mit einem Meer aus europäischen, deutschen und französischen Fähnchen setzen sie ein deutlich sichtbares Zeichen, ein spür- und hörbares Bekenntnis für die Europäische Union, das auch Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner und ihren französischen Amtskollegen, Ministre de l'Agriculture Didier Guillaume, begeistert. Der größte Jugendverband im ländlichen Raum hatte am Sonntag, 20.1.2019 auf die Grüne Woche geladen, um die deutsch-französische Freundschaft zu feiern und für ein gemeinsames Europa einzutreten. 

Einen Familienbetrieb zwischen Klischee und Modernität brachte auch die Rheinische Landjugend bei der BDL- Jugendveranstaltung auf die Bühne. Bei der feierlichen Weltpremiere ihres Theaterstücks „Et hätt noch immer jot jejange“ zeigte sie, welches Potenzial in einer Gemeinschaft steckt, die die Fähigkeiten jedes Einzelnen schätzt. Und das gilt nicht nur auf der Bühne, sondern auch im ganzen Entstehungsprozess des selbst geschriebenen, selbst inszenierten und selbst auf die Bühne gebrachten Stücks. Die Standing Ovations und den durch tausende Klatschpappen verstärkten Applaus wird wohl keiner der jungen SchauspielerInnen wieder vergessen.

Gut besuchter JunglandwirtInnen-Kongress auf der Grünen Woche 2019. BDL / Gräschke

Zukunft gestalten geht nur mit Wissen

Beim JunglandwirtInnenkongress ging es mit Experten aus Wissenschaft, Politik und Wirtschaft um das Für und Wider moderner Techniken zur Veränderung von Genmaterial. Trotz kontroverser Diskussionen, durch die top agrar-Chefredakteur Dr. Ludger Schulze Pals mit Augenmaß und Feingefühl führt, und unterschiedlichste Sichtweisen auf die Grüne Gentechnik besteht in einem Punkt erstaunliche Einigkeit: Das europäische Gentechnikrecht aus dem Jahr 2003, und dabei insbesondere die Definition genetisch veränderter Organismen (GVO), ist überholt und bedarf einer Anpassung an heutige Gegebenheiten. Zudem werden allgemeingültige Spielregeln gebraucht. Es müsse geklärt werden, was ethisch verantwortbar ist und was nicht, fasst der Moderator zusammen. Nicht nur aus seiner Sicht hat der intensive Austausch mit der sehr offen und ehrlich geführten Diskussion den Junglandwirten gute Argumente für die weitere Auseinandersetzung an die Hand gegeben. Auch der stellvertretende BDL-Bundesvorsitzende lobt die konstruktive und sehr faktenbasierte Diskussion. In seinem Schlusswort bittet Stefan Schmidt die Teilnehmer - egal ob auf dem Podium oder im Publikum - auch in Zukunft bei diesem Thema nicht locker zu lassen. „Wir als Junglandwirte üben die gute landwirtschaftliche Praxis, ob auf den Äckern oder im Stall. Und genau so selbstbewusst sollten wir dies heraustragen“, so der BDL-Vize.