Konstruktive Konfliktbearbeitung

Fortbildungen für Multiplikator:innen im Feld der mehrsprachigen Interkulturellen Bildung

Interkulturelle Begegnungen zu leiten kann großen Spaß machen, aber auch enormen Stress auf allen Seiten erzeugen. Denn das Feld ist komplex und einfache, allgemein gültige Handlungsweisen gibt es nicht wirklich. Deshalb bietet der BDL e.V in Zusammenarbeit mit seinen Partnern PLIB e.V und REGC zwei Fortbildungen zum Thema Konstruktive Konfliktbearbeitung an: Interkulturelle Mediation und Kollegiale Beratung.

Interkulturelle Mediation

Dieses Ausbildungsseminar richtet sich an Multiplikatoren der deutsch-französischen Begegnungen, die im Rahmen ihrer Tätigkeit mit Konfliktsituationen konfrontiert werden können (interkulturelle, Interessens-, Macht-, Beziehungs- und Wertekonflikte ...) und die lernen möchten, wie man das Mediationsverfahren einsetzen kann.

Ziele der Fortbildung

  • Die Rollenübernahme einer dritten, neutralen Partei (Allparteilichkeit) zu erlernen
  • Eine Haltung zu entwickeln, die es erlaubt, Konflikte auf konstruktive Weise auszutragen
  • Den Konflikt so lösen zu können, dass beide Konfliktparteien als Gewinner hervorgehen
  • Sich für die interkulturelle Dimension von Konflikten zu sensibilisieren
  • Eigene Anteile in Konflikten zu erkennen
  • Kommunikative Kompetenzen zur Deeskalation von Konflikten in interkulturellen Situationen zu erwerben

Mittel 

  • Lebendige Vermittlung der Theorie der Mediation, wie sie in Deutschland, Frankreich und anderen Ländern entwickelt worden ist
  • Verständnis der Eskalationsmechanismen
  • Vorbereitende Kommunikationsübungen
  • Rollenspiele und Fallstudien
  • Auswertung und Analyse beobachteter und erlebter Situationen

Kollegiale Beratung / Intervision

Das Konzept der Intervision/Kollegialen Beratung ist eine Form der systematischen Reflexion des pädagogischen Handelns, die ohne externe Beratung durchgeführt werden kann. Unser Ziel ist es, die Teilnehmenden zu befähigen, die Methode später selbstständig anzuwenden.

Das Konzept beinhaltet Phasen gemeinsamer Reflexion und verschafft in kurzer Zeit einen Zugang zu den Ressourcen und Ideen der beteiligten Kolleg:innen. So kann vermieden werden, dass Probleme endlos zerredet werden, ohne wirklich einer Lösung näher zu kommen. Seit der ersten Durchführung 2006 entwickeln wir das Format mithilfe der gewonnenen Erfahrungen stetig weiter.

Das deutsch-französische Leitungsteam besteht aus Sozialpsycholog:innen und Pädagog:innen mit Erfahrungen im deutsch-französischen Feld.

Inhalte der Fortbildung sind u.a.:  

  • Konkrete Fallbesprechung mithilfe der Intervisionsmethode
  • Erfahrungsaustausch zum Arbeiten in mehrsprachigen, inter-/transkulturellen Teams
  • Vernetzungsmöglichkeit für selbstständige Intervisionen im Anschluss

Unser Angebot:

  • 5 bzw. 7 Tage Seminar, inkl. An- und Abreise
  • Unterkunft und Vollverpflegung inklusive
  • Fahrtkostenerstattung, u.U. bis zu 100%
  • Anerkannter Bildungsurlaub (Land Berlin, bei Bedarf auch Antrag in anderen Bundesländern möglich)

Zielgruppe:

  • Menschen, die in mehrsprachigen, interkulturellen Begegnungen beruflich oder ehrenamtlich arbeiten (z.B. anleiten, dolmetschen, ausbilden)
  • bevorzugt Menschen, die in deutsch-französischen Austauschen und Begegnungen tätig sind

Teilnahmevoraussetzungen

  • Für Erwachsene
  • Interesse an Konfliktbearbeitungsmethoden, die kreativ sind und nicht auf Machtausübung beruhen
  • Bereitschaft zur Rollenübernahme
  • Lust auf Zusammenarbeit und Begegnung mit französischen Teilnehmer:innen

Es wird simultan gedolmetscht. Französischkenntnisse sind willkommen, aber keine Bedingung für die Teilnahme.

Ansprechperson

Sophie Cunin

Pädagogische Mitarbeiterin für den deutsch-französischen (DFJW) und internationalen Jugendaustauschs.cunin@landjugend.de+4930 235 993 5-50