Konstruktive Konfliktbearbeitung

Fortbildungen für Multiplikator:innen im Feld der mehrsprachigen Interkulturellen Bildung

Interkulturelle Begegnungen zu leiten kann großen Spaß machen, aber auch enormen Stress auf allen Seiten erzeugen. Denn das Feld ist komplex und einfache, allgemein gültige Handlungsweisen gibt es nicht wirklich. Deshalb bietet der BDL e.V in Zusammenarbeit mit seinen Partnern PLIB e.V und REGC zwei Fortbildungen zum Thema Konstruktive Konfliktbearbeitung an: Interkulturelle Mediation und Kollegiale Beratung.

Interkulturelle Mediation (22.-29.08.2021 in Eckernförde)

Dieses Ausbildungsseminar richtet sich an Multiplikatoren der deutsch-französischen Begegnungen, die im Rahmen ihrer Tätigkeit mit Konfliktsituationen konfrontiert werden können (interkulturelle, Interessens-, Macht-, Beziehungs- und Wertekonflikte ...) und die lernen möchten, wie man das Mediationsverfahren einsetzen kann.

Ziele der Fortbildung

  • Die Rollenübernahme einer dritten, neutralen Partei (Allparteilichkeit) erlernen
  • Eine Haltung entwickeln, die es erlaubt, Konflikte auf konstruktive Weise auszutragen
  • Bei der Lösung sollen die Konfliktparteien beide als Gewinner hervorgehen
  • Sensibilisierung für die interkulturelle Dimension von Konflikten
  • Erkennen eigener Anteile in Konflikten
  • Erwerb von kommunikativen Kompetenzen zur Deeskalation von Konflikten in interkulturellen Situationen

Mittel 

  • Lebendige Vermittlung der Theorie der Mediation, wie sie in Deutschland, Frankreich und anderen Ländern entwickelt worden ist
  • Verständnis der Eskalations-Mechanismen
  • Vorbereitende Kommunikations-Übungen
  • Rollenspiele und Fallstudien
  • Auswertung und Analyse beobachteter und erlebter Situationen

Kollegiale Beratung / Intervision (Eventuell Ende 2021)

Das Konzept der Intervision/Kollegialen Beratung ist eine Form der systematischen Reflexion des pädagogischen Handelns, die ohne externe Beratung durchgeführt werden kann. Unser Ziel ist es, die Teilnehmenden zu befähigen, die Methode später selbstständig anzuwenden.

Das Konzept beinhaltet Phasen gemeinsamer Reflexion und verschafft in kurzer Zeit einen Zugang zu den Ressourcen und Ideen der beteiligten Kolleg:innen. So kann vermieden werden, dass Probleme endlos zerredet werden, ohne wirklich einer Lösung näher zu kommen. Seit der ersten Durchführung in 2006 entwickeln wir das Format mithilfe der gewonnenen Erfahrungen stetig weiter.

Das deutsch-französische Leitungsteam besteht aus Sozial-Psycholog:innen und Pädagog:innen mit Erfahrungen im deutsch-französischen Feld.

Inhalte der Fortbildung sind u.a.:  

  • Konkrete Fallbesprechung mithilfe der Methode
  • Erfahrungsaustausch zum Arbeiten in mehrsprachigen, inter-/transkulturellen Teams
  • Vernetzungsmöglichkeit für selbstständige Intervisionen im Anschluss

Unser Angebot:

  • 5 bzw 7 Tage Seminar, inkl. An- und Abreise
  • Unterkunft und Vollverpflegung inklusive
  • Fahrtkostenerstattung, u.U. bis zu 100%
  • Anerkannter Bildungsurlaub (Land Berlin, bei Bedarf auch Antrag in anderen Bundesländern möglich)

Zielgruppe:

  • Menschen, die in mehrsprachigen, interkulturellen Begegnungen beruflich oder ehrenamtlich arbeiten (z.B. anleiten, dolmetschen, ausbilden)
  • bevorzugt Menschen, die in deutsch-französischen Austauschen und Begegnungen tätig sind

Teilnahmevoraussetzungen

  • Interesse an Konfliktbearbeitungsmethoden, die
    kreativ sind und nicht auf Machtausübung
    beruhen
  • Bereitschaft zur Rollenübernahme
  • Lust auf Zusammenarbeit und Begegnung mit
    französischen TeilnehmerInnen
  • Für Erwachsene

Es wird simultan gedolmetscht, Französisch-kenntnisse sind willkommen, aber keine Bedingung für die Teilnahme.

Ansprechperson

Sophie Cunin

Pädagogische Mitarbeiterin für den deutsch-französischen (DFJW) und internationalen Jugendaustauschs.cunin@landjugend.de+4930 235 993 5-50