BDL: Danke für Beteiligung #landgemacht

Trotz Rekordsumme unbezahlbar

Artikel 27.05.2019

„Danke“, sagt Sebastian Schaller, „danke, dass ihr ans Land glaubt, dass ihr die Gemeinschaft lebt, danke, dass ihr euch für andere und auch für uns selbst einsetzt, damit unsere Heimat lebens- und liebenswert bleibt“, bedankt sich der Vorsitzende des Bundes der Deutschen Landjugend (BDL) e.V. bei den vielen ehrenamtlich Aktiven, die in den vergangenen Wochen #landgemacht haben. „Besser lassen sich 70 Jahre Einsatz für die Menschen in den Dörfern und Gemeinden nicht feiern“, sagt er voller Anerkennung.

700 Landjugendgruppen haben in den vergangenen zehn Tagen mit ihrem geballten #landgemacht-Engagement das 70. Jubiläum des größten Jugendverbands im ländlichen Raum begangen. „Das ist Landjugend pur - das ist Zusammenhalt, mit dem wir gemeinsam die Zukunft gestalten“, sagt Sebastian Schaller. Er und sein Vorstandsteam waren quer durch die Republik gereist, um die Landjugendgruppen vor Ort zu unterstützen. Damit webten sie ein dichtes #landgemacht-Netz, das sich zwischen Bremen und Weißdorf zwischen Högel und Groß Pankow aufspannte. In den sozialen Netzwerken purzelten die vielen Aktionen minütlich in die Startseiten.

Zusammen mit Landjugendlichen auf Pellworm und in Adorf hat er selbst angepackt, um die Aktiven zu unterstützen. „Jede und jeder, der dabei war, hat gespürt, dass sich gemeinsam etwas bewegen lässt, dass wir ein großes Stück dazu beitragen, unsere Heimat lebens- und liebenswerter zu machen – das prägt.“ Egal ob 200 Meter Stromkabel zum Festplatz verlegen, ein Kinderfest organisieren, der Jugendfeuerwehr Sonnenliegen spendieren, Blut spenden, den Dorfplatz renovieren oder Beiträge zum Artenschutz leisten – Landjugendliche packen an, zeigen Tatkraft und Engagement und animieren andere zum Mitmachen.

Nach einem konkret, messbaren Ergebnis gefragt, tut sich BDL-Vorsitzende schwer, eine genaue Zahl zu beziffern: „Grob geschätzt haben wir sicherlich weit über eine Million Stunden ehrenamtlicher Arbeit zusammenbekommen. Das sind mindestens 10.000.000 Euro – würde dafür der gesetzliche Mindestlohn herangezogen“, staunt er selbst.

Zugleich liegt der eigentliche Wert von #landgemacht in den Auswirkungen der Aktionen selbst: Sie sind ein Beitrag für unsere Gesellschaft, für unsere Gemeinschaft. „Sie sind gelebte Demokratie“, weiß auch Sebastian Schaller, denn: „Demokratie fängt bei mir selbst an. Unsere Gesellschaft ist darauf angewiesen, dass wir uns einbringen. Dieses Vertrauen in die eigene Kraft macht den Unterschied, mit der wir die Gemeinschaft stärken und die ländlichen Räume beleben“, zeigt sich der junge Mann bewegt.

#landgemacht“ war nicht nur geballtes zivilgesellschaftliches Engagement, das bundesweit Werte schafft, sondern auch ein wesentlicher Bestandteil der BDL-Verbandsstrategie zur Mitgestaltung der ländlichen Räume. Für den Jugendverband sind Erhalt und Verbesserung der Lebens- und Bleibeperspektiven für die jungen Menschen dort die obersten Ziele. Daran wirken deutschlandweit rund 100.000 Aktive mit.