Qualifizierungsprogramm des BDL

Passgenau fürs Ehrenamt

Artikel 04.01.2021
(Bild: ©Mykola - stock.adobe.com)

Passgenau fürs Ehrenamt

BDL bietet bundesweit breites Qualifizierungsprogramm

„Noten gibt es bei uns nicht. Mit der Landjugend lernen heißt vielmehr gemeinsam lernen: miteinander, ohne Konkurrenz und Druck. Dafür haben wir in diesem Jahr mehr als 80 maßgeschneiderte Qualifizierungsangebote im Programm“, wirbt Sebastian Dückers, stellvertretender Vorsitzender des Bundes der Deutschen Landjugend e.V. (BDL), für die Teilnahme an den zahlreichen außerschulischen Fortbildungsmöglichkeiten, die der größte Jugendverband im ländlichen Raum  2021 gemeinsam mit seinen Landesverbänden anbietet. 

Sie alle sind jetzt auf der BDL-Webseite www.landjugend.de veröffentlicht. „Da ist garantiert für jede und jeden das Richtige dabei“, weiß der BDL-Vize aus dem Rheinland aus eigener Erfahrung. Er kann sich selbst kaum entscheiden – beim Blick auf die rund 80 Veranstaltungen und Kurse, die unter anderem in Böblingen, Bad Hersfeld, Grainau, Torfhaus oder Hohnstein geplant sind.

Der größte Jugendverband im ländlichen Raum ermöglicht Zugang zu Kompetenzen, die Ehrenamtliche in ihrem Tun unterstützen und begleiten. „Wer schon einmal vor der Aufgabe stand, einen Deutschen Landjugendtag auf die Beine zu stellen oder im neuen Vorstand zusammenzuwachsen, weiß, dass unsere passgenauen Angebote konkrete Hilfestellungen bieten“, erinnert sich Sebastian Dückers. Was in vielen Unternehmen Standard ist, hat die außerschulische Jugendarbeit für sich schon lange adaptiert: vom Projektmanagement über Organisationsentwicklung und Zukunftsworkshops bis hin zu Kompetenztrainings.

„Gerade im ehrenamtlichen Feld geht es ja vor allem darum, Spaß und Freude am Engagement selbst zu haben. Mit unseren Angeboten beugen wir Misserfolgen vor und lernen zugleich alle etwas Neues dazu“, ergänzt er für den BDL-Bundesvorstand. Ähnliche Angebote auf dem freien Markt seien eben nicht für Landjugendliche gemacht.

Im von der Pandemie überschatteten vergangenen Jahr mussten auch in der Landjugend anfangs einige Angebote ausfallen. Schnell wurden allerdings Online-Workshops und -Trainings konzipiert, ausprobiert und weiter verfeinert. „Wir können auch digital“, so Sebastian Dückers. Allerdings sei diese Umstellung eine große Kraftanstrengung für alle und könne weder den direkten Kontakt noch die prägenden Lernerlebnisse ersetzen.

„Unser Verband ist ehrenamtlich getragen. Wir legen fest, zu welchen Inhalten wir uns Qualifizierung wünschen. Und wir haben die Erfahrung, wie diese am besten vermittelt, um und eingesetzt werden kann. Unser Hauptamt als Wissensspeicher und Wissensvermittlung ist dabei Gold wert“, betont der BDL-Vize. Daher fordert sein Jugendverband seit langem, den Wert informeller Bildung stärker anzuerkennen: mit Freistellungen fürs Ehrenamt, Anerkennung erworbener Kompetenzen durch künftige Arbeitgeber sowie stärkerer Förderung bzw. dem Ausbau der digitalen Vernetzung, der Infrastruktur für den Austausch und der Realisierung von Qualifizierungsangeboten.

„Was wir in unserem Ehrenamt gelernt haben, begleitet uns unser ganzes Leben“, resümiert der stellv. BDL-Bundesvorsitzende Sebastian Dückers. Für ihn wie die rund 100.000 Aktiven, die er vertritt, steht fest: „Dieser Lernweg unterscheidet sich grundsätzlich von dem in der Schule. Aber wir alle wissen, dass unser Ehrenamt uns nachhaltig verändert und auch die Gesellschaft bereichert.“

Weitere Informationen dazu gibt es auf der BDL-Webseite  www.landjugend.de/angebote/qualifizierung/qualifizierungsangebote. Seine politischen Forderungen zum Wert und zur gesellschaftlichen Relevanz außerschulischer und informeller Bildung in der Jugendverbandsarbeit in ländlichen Regionen hat der BDL in seinem Grundsatzpapier „Qualifiziert fürs Leben!“ zusammengetragen.