BDL mit Erntekrone beim Politischen Erntedank in Berlin

Zukunft mit Landwirtschaft

Artikel 16.10.2019
BDL

(BDL) Beim Politischen Erntedank des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) am 15. Oktober 2019 übergab der Bund der Deutschen Landjugend (BDL) in Berlin seine Erntekrone. Sie wurde vor wenigen Wochen vom Landjugendverband Sachsen-Anhalt und der Brandenburgischen Landjugend mit den Gästen des Bürgerfestes des Bundespräsidenten gebunden und hat den Dialog zwischen Landjugend und der Gesellschaft, Landwirtschaft und Verbrauchern bereits mehrfach in Schwung gebracht.

„Der Dank für die Ernte wird der Bevölkerung immer fremder. Das ist ein Problem. Zeigt es doch, wie weit die Landwirtschaft von den Menschen entfernt ist“, stellte der BDL-Bundesvorsitzende Sebastian Schaller gestern im BMEL klar. Damit sich das ändert, wolle sein Verband den gesamtgesellschaftlichen Dialog voranbringen: Einen Dialog, in dem sich alle Beteiligten – egal ob sie Lebensmittel verbrauchen oder erzeugen – auf ihre Verantwortung für die Landwirtschaft besinnen. „Dafür brauchen wir neben dem engagierten Ehrenamt natürlich auch das Hauptamt, das uns stärkt und den Rücken freihält. Wir finden es richtig, dass das Ministerium das weiterverfolgt“, so Schaller.

Gleichwertigkeit von Lebensverhältnissen sei DAS Thema für die Jugend in den ländlichen Regionen, hakte er beim Politischen Erntedank ein, denn „wir wollen weiterhin auf dem Land leben und arbeiten.“ Dafür sei aus BDL-Sicht eine Erweiterung des Grundgesetzes zugunsten der Entwicklung der ländlichen Räume unabdingbar. „Wenn es um faire Teilhabemöglichkeiten und Entwicklungschancen überall im Land geht, können Sie auf uns zählen“, versprach Sebastian Schaller.

Für seine Amtskollegin Kathrin Muus steckt in der gebundenen Krone nicht nur der Dank für die eingefahrene Ernte, sondern auch der Wille, für eine bessere Zukunft zu arbeiten. „Eine Zukunft, in der allen klar ist, dass die ländlichen Räume und die Landwirtschaft unverzichtbar sind“, so die BDL-Bundesvorsitzende. Ihr Verband wolle die Zukunft der Landwirtschaft in Deutschland gestalten. Dafür brauche es eine neue Gemeinsame Agrarpolitik, in der die Generationenwechsel besser gelingen. „Wir können einer Umschichtung von Geldern in die 2. Säule zustimmen, wenn sie der Landwirtschaft zu Gute kommt“, so Muus, aber eins steht fest: „Ohne Planungssicherheit wird es bald eng mit dem Nachwuchs in der Landwirtschaft.“

Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner hatte beim Politischen Erntedank ihres Ministeriums betont, dass Ernährungspolitik keine Verbotspolitik sein dürfe, sondern jeder Einzelne selbst entscheiden können müsse. Ernährungspolitik müsse mit der Agrarpolitik zusammen gedacht werden, so die Ministerin.