BDL zur Jugendstrategie der Bundesregierung

Ein Schritt für Jugend

Artikel 04.12.2019
DBJR / Blickwinkel

„Plötzlich ist da, was lange als unmöglich erschien: eine ressortübergreifende, vom gesamten Bundeskabinett verabschiedete Jugendstrategie“, so der Vorsitzende des Bundes der Deutschen Landjugend (BDL), Sebastian Schaller. Obwohl sein Verband seit Jahren darauf drängt, Jugendpolitik als Querschnittsaufgabe zu begreifen und der Lebensphase Jugend mehr Aufmerksamkeit zu zollen, kam der Startschuss der Jugendstrategie mit dem Dank der Bundeskanzlerin doch etwas plötzlich.

Schon vor seiner Mitarbeit im Arbeitskreis „Jugend gestaltet Zukunft“ für die Demografiestrategie der Bundesregierung hatte sich der größte Jugendverband im ländlichen Raum dafür eingesetzt, den Interessen junger Menschen auch auf Bundesebene mehr Gehör zu verschaffen. „Bei Themen wie Verkehr, Sicherheit, Arbeit oder Umwelt waren dicke Bretter zu bohren, bis ankam, dass Entscheidungen auf Bundesebene sich eben auch oder insbesondere auf junge Menschen in ländlichen Regionen auswirken“, erinnert sich Sebastian Schaller an die vielen Diskussionen. Er zollt daher denjenigen, die an der Erarbeitung der Jugendstrategie mitgewirkt haben, stellvertretend für den BDL seinen Respekt.

„Es ist richtig, politische Entscheidungen von den Bedürfnissen und Interessen der jungen Menschen her zu denken“, lobt der BDL-Bundesvorsitzende weiter. Gespannt ist er darauf, wie die Jugendstrategie künftig im politischen Alltag sichtbar und spürbar wird. Etliche Projekte werden in den einzelnen Ressorts der Bundesministerien angestoßen oder laufen bereits.

„Wir wären kein Jugendverband, wenn wir nicht noch weitere Ideen hätten“, fügt er verschmitzt hinzu und verweist beispielhaft auf das Kompetenzzentrum Jugendcheck. „Da ja nun alle gemeinsam diese ressortübergreifende Strategie beschlossen haben, ist die gesetzliche Implementierung und Verpflichtung zur Anwendung des Jugendchecks nur noch ein kleiner Schritt. Für uns wäre es ein großer Schritt, würde die Überprüfung aus junger Perspektive doch bereits vor der Umsetzung sicherstellen, dass kein Gesetz einseitig zu Lasten von jungen Menschen ausfällt“, stellt Sebastian Schaller klar.

„Fürs erste freuen wir uns jedoch über dieses deutliche Signal für die junge Generation“, fasst der BDL-Bundesvorsitzende zusammen. Er ist sicher, dass mit der Jugendstrategie eine gute Grundlage für mehr politische Teilhabe zum Wohle der Jugend erarbeitet wurde, die auf ihren Praxistest wartet.