Landjugend wählt neuen Bundesvorstand

Drei junge Männer und eine junge Frau schauen dich direkt, neugierig und offen an. Das ist der aktuelle Bundesvorstand des BDL.
© BDL / Gräschke
DOPPELSPITZE AUS NIEDERSACHSEN

Die Delegierten der BDL-Mitgliedsverbände haben am Wochenende in Heide (Holstein) einen neuen Bundesvorstand gewählt. Die Bundesmitgliederversammlung beschloss Satzungsänderungen und legte politische Schwerpunkte für die kommenden Jahre fest.

Vier Vorstandsmitglieder verabschiedet
Vier Mitglieder des bisherigen Bundesvorstands kandidierten nicht mehr. Sie haben die Arbeit des Verbandes in den vergangenen Jahren geprägt und wurden gebührend verabschiedet:
•    Theresa Schmidt als BDL-Bundesvorsitzende (Hessen, 2022 – 2026)
•    Anne-Kathrin Meister als BDL-Vize (Bayern, 2020 – 2026)
•    Maike Delp als BDL-Vize (RheinhessenPfalz, 2022 – 2026)
•    Leon Ranscht als BDL-Vize (Sachsen-Anhalt, 2024 – 2026)

Vierköpfiger Bundesvorstand 
Als neue BDL-Bundesvorsitzende wurde Marthe Vellguth gewählt. Die 24-Jährige ist seit 2018 Teil der Landjugend, in den vergangenen zwei Jahren als stellv. Landesvorsitzende der Niedersächsischen Landjugend. „Mir ist wichtig, dass Landjugend ein Ort ist, an dem jede und jeder einen Platz findet“, so die Medizinstudentin. „Junge Menschen im ländlichen Raum brauchen eine starke Stimme und echte Beteiligungsmöglichkeiten“, betonte sie in ihrer Bewerbung. Wichtig sei ihr auch, sichere Räume für alle zu schaffen, das Ehrenamt zu stärken und Perspektiven für junge Menschen auf dem Land zu sichern.

Ihr Amtskollege Lars Ruschmeyer wurde als BDL-Bundesvorsitzender bestätigt. „Wir müssen uns als Landjugend weiterhin mit aller Kraft für eine offene, tolerante und demokratische Gesellschaft einsetzen“, sagte er. Der 29-Jährige, der den BDL seit zwei Jahren führt, hat auch die kommende Gemeinsame Agrarpolitik im Blick. „Bei der Ausgestaltung der Strategie zum Generationenwechsel und dem Starterpaket für Junglandwirt:innen inklusive Niederlassungsbeihilfe müssen wir uns tatkräftig mit einbringen“, machte der niedersächsische Junglandwirt deutlich.

Ebenfalls wiedergewählt wurde Christian Leu aus Württemberg-Baden. Der stellv. Bundesvorsitzende leitete in den vergangenen zwei Jahren den BDL-Arbeitskreis „Jugend macht Politik“. Der Betriebsleiter einer kommunalen Kläranlage möchte weiterhin für mehr Politik fürs Land eintreten. „Die Jugend darf bei Entscheidungen, die sie betreffen, nicht übergangen werden. Entscheidungen zu Wehrdienst und Rente betreffen uns“, so Leu.

Neu im Bundesvorstand ist Paul Krug. „In äußerst schwierigen Zeiten in der Landwirtschaft und vor allem im Weinbau möchte ich für den Erhalt vom Weinbau und der Weinkultur in Deutschland eintreten“, so der Jungwinzer in seiner Bewerbung. Seine Landjugendzeit hatte mit dem Berufswettbewerb der deutschen Landjugend begonnen, bei dem der 28-Jährige aus dem BDL-Landesverband RheinhessenPfalz 2019 als Bundessieger hervorging.

Der neue Bundesvorstand startet mit klaren Zielen:
•    bessere Lebens- und Bleibeperspektiven für junge Menschen 
•    eine zukunftsfähige und gesellschaftlich akzeptierte Landwirtschaft 
•    starke ländliche Räume mit verlässlicher Infrastruktur. 

Die Landjugend versteht sich als Stimme junger Menschen zwischen Hof, Ausbildung und Ehrenamt. Sie bringt ihre Positionen in politische Prozesse ein und fordert mehr Tempo für das Land.

26. April 2026

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„Der Zusammenhalt ist uns wichtig“, unterstreicht die BDL-Bundesvorsitzende Theresa Schmidt: „Nur wenn wir gemeinsam anpacken und uns vor Ort einbringen, passiert auch was.“ Damit verweist sie zugleich diejenigen in ihre Schranken, die nur jammern oder meinen, jemand anderes müsse sich mal kümmern.