Klarheit für den Generationswechsel
„Egal wie gut die EU-Strategie zum Generationswechsel in der Landwirtschaft ist, entscheidend ist, was davon in der Praxis ankommt“, so der BDL-Bundesvorsitzende Lars Ruschmeyer. Denn Zukunft entsteht nicht durch Absichtserklärungen, sondern durch Politik, die jungen Menschen echte Perspektiven bietet und den Schritt in die Verantwortung ermöglicht. Genau hier setzt der Junglandwirt:innen-Kongress auf der Grünen Woche von Deutschem Bauernverband (DBV) und Bund der Deutschen Landjugend (BDL) am 17. Januar 2026 an.
Was: Junglandwirt:innen-Kongress auf der Grünen Woche
Für: Agrarischen Nachwuchs und Interessierte
Thema: Generationswechsel in der Landwirtschaft: Wie kommt die EU-Strategie auf die Höfe?
Wann: 17.01.2026 von 13 bis 15 Uhr
Wo: Hub27, Raum Beta 8/9, Messegelände Berlin
„Unsere Generation ist bereit zu übernehmen, aber sie braucht Klarheit, Verlässlichkeit und politischen Mut“, sagt Ruschmeyer. Die EU-Strategie hat die Stellschrauben klar: von Hofnachfolge und Flächenzugang bis zu Finanzierung, Einkommensperspektiven und sozialer Nachhaltigkeit. Doch solange sie nicht mit konkreten Entscheidungen, Budgets und unbürokratischen Verfahren verknüpft ist, bleibt sie ein Papiertiger. Dabei soll sie doch die unterstützen, die morgen das Land ernähren, Böden und Klima schützen, die Landwirtschaft und Betriebe sicher in die Zukunft führen.
Mit der Parlamentarischen Staatssekretärin Silvia Breher (Bundeslandwirtschaftsministerium), Antonia Lütteken (Generaldirektion Landwirtschaft der Europäischen Kommission) und CEJA-Vizepräsidentin Katharina Schobersberger (Europäischer Rat der Junglandwirt:innen) ist das Podium hochkarätig besetzt, um zu klären: Wie stellt die EU sicher, dass ihre Generationswechselstrategie in der GAP wirklich ankommt? Welche Spielräume haben Brüssel und Berlin? Wie sieht echte Unterstützung für Hofübergaben aus? Und wie verhindern wir, dass der europäische Anspruch am Ende im nationalen Klein-Klein stecken bleibt?
„Wir brauchen Unterstützung, die nicht nur gut klingt, sondern funktioniert“, betont der BDL-Bundesvorsitzende Ruschmeyer. Darum bringen die, um die es wirklich geht, ihre Perspektive dazu ein: Junglandwirtinnen und Junglandwirte bringen mit, was Politik oft ausblendet: die Realität zwischen Investitionsdruck, Tierwohlvorgaben, Flächenkonkurrenz, steigenden Kosten und der Frage, ob ein Hof überhaupt noch ein Einkommen ermöglicht, das eine junge Familie trägt. Ihre Botschaft ist klar: Wir wollen Verantwortung übernehmen – aber nicht blind.
„Wenn der Generationswechsel auf den Höfen besser gelingen soll, müssen junge Menschen spüren, dass die Politik den Einstieg wirklich erleichtert“, sagt der BDL-Bundesvorsitzende. Er macht eine Sache unmissverständlich deutlich: Ohne die junge Generation wird es keine Zukunft der Landwirtschaft geben. Und diese Generation erwartet, dass ihre Fragen ernst genommen werden.
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