Internationales Jahr der Frauen in der Landwirtschaft
Eine Allianz aus neun Verbänden aus Landwirtschaft, ländlichen Räumen, aus Wirtschaft und Politik begrüßt die Entscheidung der Vereinten Nationen, das Jahr 2026 als „International Year of the Woman Farmer“ auszurufen. Damit rückt die zentrale Rolle von Frauen in der Landwirtschaft weltweit in den Fokus.
Ob als Unternehmerinnen, Landwirtinnen oder Fachkräfte: Frauen in der Landwirtschaft schaffen täglich Wert und Werte – für die Wirtschaft und für die ländlichen Räume. Sie gründen Betriebe und neue Betriebszweige, übernehmen Verantwortung für Mitarbeitende, bringen Innovationen auf die Höfe und tragen diese in ihre Netzwerke. Zudem begeistern sie die nächste Generation für ein zukunftsstarkes Berufsfeld.
Trotz positiver Entwicklungen bestehen weiterhin strukturelle Hürden, insbesondere bei Betriebsübernahmen und beim Aufstieg in Führungspositionen. Laut Eurostat (2020) liegt der Anteil von Frauen in landwirtschaftlichen Führungspositionen EU-weit bei rund 32 Prozent. In Deutschland werden nach Agrarstatistik lediglich 11 Prozent der landwirtschaftlichen Betriebe von Frauen geführt – damit ist Deutschland im europäischen Vergleich Schlusslicht.
Die Verbändeallianz zeigt in acht zentralen Handlungsfeldern auf, wie Gleichstellung, Wettbewerbsfähigkeit und Innovationskraft in der Landwirtschaft durch politische, soziale und wirtschaftliche Maßnahmen gestärkt werden können.
Ziel ist es, die Rahmenbedingungen für Frauen in der Landwirtschaft nachhaltig zu verbessern und ihre Potenziale sichtbar zu machen.
Über die Verbändeallianz: Die Allianz vereint Organisationen aus Landwirtschaft, Wirtschaft und Politik, die sich gemeinsam für die Stärkung von Frauen in der Agrarbranche einsetzen. Der Bund der Deutschen Landjugend gehört dazu.
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