Hoftor auf für Deutschland
Wittichenau. Brot und Salz, sorbische Trachten, das Maskottchen Kuh Karla und ein großes Tor aus Stahl: Mit dem gemeinsamen Aufschieben des Hoftors haben Minister, Vertreterinnen und Vertreter aus Landwirtschaft, Politik und Verbänden heute den bundesweiten „Tag des offenen Hofes“ 2026 eröffnet.
Die Kulisse dafür hätte passender kaum sein können. In der Krabat Milchwelt stehen Milchkühe im Stall, in der Schaukäserei wird Milch verarbeitet und auf den Feldern rundherum wächst das Futter für die Tiere. Genau solche Einblicke wollen bundesweit hunderte Betriebe beim „Tag des offenen Hofes“ ermöglichen.
„Landwirtschaft lässt sich am besten dort erklären, wo sie jeden Tag stattfindet: auf dem Hof“, sagt Betriebsleiter Tobias Kockert. „Wer bei uns durch den Stall läuft, die Kühe und unsere Art zu Wirtschaften erlebt, bekommt ein Gefühl dafür, mit wie viel Verantwortung, Leidenschaft und moderner Technik täglich gearbeitet wird, damit hochwertige regionale Produkte entstehen.“
Für Sachsens Landwirtschaftsminister Georg-Ludwig von Breitenbuch ist der Aktionstag ein Brückenschlag zwischen Stadt und Land: „Der Tag des offenen Hofes zeigt, wie vielfältig und leistungsfähig unsere Landwirtschaft ist. Er bringt Menschen miteinander ins Gespräch und schafft Vertrauen – weil er Landwirtschaft hautnah erlebbar macht. Wer wissen will, wie moderne Betriebe arbeiten, findet hier echte Einblicke und die Menschen hinter und vor den Produkten.“
Dr. Klaus Heider, Ständiger Vertreter des Staatssekretärs und Abteilungsleiter Heimat im Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat, betont die Bedeutung der heimischen Landwirtschaft: „Wer auf einen Hof kommt, sieht: Unsere Landwirtinnen und Landwirte sind Heimatmacherinnen und Heimatmacher. Vor Ort auf den Höfen können alle erleben, mit wie viel Arbeit und Herzblut sie unsere Lebensmittel erzeugen. Der Tag des offenen Hofes trägt zur Wertschätzung unserer heimischen Landwirtschaft bei. Fest steht: Eine regional verankerte und wettbewerbsfähige Landwirtschaft ist enorm wichtig – für die Wertschöpfung in den ländlichen Räumen und für unsere Versorgungssicherheit.“
Petra Bentkämper, Präsidentin des Deutschen LandFrauenverbandes, rückt bei der feierlichen Eröffnung den Dialog in den Mittelpunkt: „Offene Hoftore bedeuten offene Gespräche und damit auch Antworten auf viele Fragen zur Landwirtschaft. Die persönlichen Begegnungen und Einblicke in die Praxis sind von unschätzbar hohem Wert.“
Die Generalsekretärin des Deutschen Bauernverbandes, Stefanie Sabet, ruft dazu auf, die Höfe zu besuchen und mit den Landwirtinnen und Landwirten persönlich ins Gespräch zu gehen: „Der Tag des offenen Hofes ist eine tolle Gelegenheit, zu sehen und zu erleben, wie und wo unsere Lebensmittel erzeugt werden. Informieren Sie sich direkt beim Bauern in Ihrer Nähe.“
Lars Ruschmeyer, Vorsitzender des Bundes der Deutschen Landjugend, lenkt den Blick auf die Zukunft: „Junge Menschen übernehmen Verantwortung für Höfe, Dörfer und regionale Lebensmittel. Der Tag des offenen Hofes zeigt, wie modern Landwirtschaft arbeitet und warum sie starke Perspektiven für die nächste Generation braucht.“
Nach dem offiziellen Startschuss erkunden die Gäste Stall, Schaukäserei und Landwirtschaftstechnik. Damit wurde der Gedanke des Tages unmittelbar sichtbar: Landwirtschaft lässt sich nicht durch einen Blick von außen verstehen. Man muss durch das Hoftor gehen.
Und weil Landwirtschaft nicht nur Arbeit, sondern auch Lebensgefühl ist, wartet in Wittichenau noch ein besonderer Programmpunkt: Pony Cäsar vom Krabathof Eutrich wagt als Fußball-Orakel den Blick auf das erste Deutschlandspiel.
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