Grüne Woche: BDL verhandelt Zukunft

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© BDL / Gräschke
ZEHN TAGE DIALOG, ENGAGEMENT UND LANDJUGENDGEFÜHL

„Wenn der Wunsch nach Frieden und Zukunft auf dem Land so spürbar in der Luft liegt wie auf unserer Jugendveranstaltung auf der Grünen Woche, dann vergeht das nicht einfach. Das schmiedet zusammen, verbindet und gibt Orientierung“, bedanken sich Theresa Schmidt und Lars Ruschmeyer für den starken Auftritt der Landjugend in Berlin. Die beiden Vorsitzenden des Bundes der Deutschen Landjugend (BDL) sind überzeugt, dass sich so vereint die Zukunft der ländlichen Räume für die kommenden Generationen gestalten lässt.

„Die Grüne Woche ist für uns kein Schaulaufen. Sie ist Arbeits- und Spaßort, aber auch der Platz, an dem sich die Leidenschaft und geballte Kraft der Landjugend richtig erleben lässt“, sagt Ruschmeyer: „In Berlin wurden Positionen erklärt, Erwartungen formuliert und Kontakte geknüpft, um Zukunft für Landjugend, Junglandwirt:innen und Jungwinzer:innen voranzubringen.“

„Spieglein, Spieglein auf dem Land“

Am BDL-Stand „Spieglein, Spieglein auf dem Land“ auf dem ErlebnisBauernhof zum Beispiel, für den die Hessische Landjugend während der zehn Messetage die Verantwortung trug. Über Märchen und Trachtenmemory kamen sie ins Gespräch: mit Groß und Klein, Alt und Jung, Politik und Verbänden. Minister:innen und Staatssekretär:innen aus Bund und Ländern stoppten am Wunschbrunnen, viele, viele Abgeordnete, Präsident:innen, König:innen… Egal wie alt und wie prominent, die Landjugendlichen aus Hessen nutzten die Gelegenheit, um Brücken zwischen Stadt und Land zu bauen und Vorurteile zu Landleben und Landwirtschaft mit Fakten zu entkräften.

Der Bundeslandwirtschaftsminister und die Bundesjugendministerin haben  sich selbst von der Kompetenz der jungen Ehrenamtlichen überzeugt. „Den Dialog fördern, sich für die Interessen junger Menschen einsetzen und Wissen weitergeben – das kann die Landjugend. Schließlich ist es ihr Alltag, von dem sie sprechen“, sagt die BDL-Bundesvorsitzende Schmidt.

„Mission ImPOTATO“

Die Rheinische Landjugend setzte bei der BDL-Jugendveranstaltung vor mehr als 2000 jungen Menschen einen Kontrapunkt. Bei der feierlichen Weltpremiere ihres Theaterstücks „Mission ImPOTATO“ führten sie die Zuschauer:innen auf eine Zeitreise von den Anfängen der Grünen Woche bis ins Jahr 2126. Sie erlebten in der Zukunft eckige, genormte Lebensmittel, das Aus der nicht ins Raster passenden Gurke und Mohrrübe, aber auch Hunger und Krieg. Mit ihrem  eindrücklichen „Nie wieder ist jetzt“ trafen sie den Nerv des Publikums.

Zugleich zeigte der BDL-Landesverband aus dem Rheinland, welches Potenzial in einer Gemeinschaft steckt, die die Fähigkeiten jedes und jeder Einzelnen schätzt. Das gilt nicht nur auf der Bühne, sondern auch im ganzen Entstehungsprozess des selbst geschriebenen und inszenierten Stücks. Die Standing Ovations und den durch tausende Klatschpappen verstärkten Applaus belohnten die jungen Schauspielenden, als sie mit der Kartoffel Solanum Temporalis wieder auf der großen Bühne des CityCubes landeten.

Übersetzt Politik in Alltagssprache

Beide Landesverbände prägten den Messeauftritt des BDL entscheidend. Sie übersetzten politische Fragen in Alltagssprache, machten Landjugend erlebbar und zeigten Haltung. Ball und Fete, Jugendforum, Junglandwirt:innen-Kongress, modern interpretierter Volkstanz und unzählige Gespräche unterstrichen das vielfältige Landjugend-Engagement auf der Grünen Woche.

Das Fazit nach zehn Tagen ist eindeutig: Der größte Jugendverband im ländlichen Raum ist präsent, vernetzt und wirksam. Er mischt sich ein, setzt Themen und bleibt der Ansprechpartner für Politik, Medien und Gesellschaft, wenn es um Lebens- und Bleibeperspektiven junger Menschen auf dem Land geht.  

Mehr zum BDL-Engagement in Text und Bild 

 

26. Januar 2026

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